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Im Zentrum steht der Jagdleiter

Vom Stahlschrot bis zum Signalband

Landauf und landab sind bereits die Jagden im Gange, aber doch befinden sich noch einige im Stadium der Vorbereitung. Unabhängig davon sind aber doch einige Dinge zu berücksichtigen. An oberster Stelle steht der vertraute Gebrauch der Flinte oder des Gewehrs. Letzteres besonders, wenn eines verwendet wird, welches speziell für solche Einsätze konzipiert ist: z.B. Doppelbüchse. Ausreichend Munition in der angebrachten Schrotstärke bzw. Kugeln aus demselben Los, also nicht Restbestände, da es ja nicht so genau sein muss. Dies ist eine irrige Meinung, da die Waidgerechtigkeit sich auch in Verantwortung gegenüber dem Wild äußert, nicht gegenüber dem Sparstift. Dass bei Jagden am Gewässer nur mehr Stahlschrot verwendet werden darf, sollte allen Jägerinnen und Jägern bewusst sein. Der Jagdleiter hat die meiste Arbeit im Vorfeld zu leisten: eventuelles melden an die örtliche Behörde bei Straßensperrungen, das Auszeichnen der Stände, Auswahl der Schützen und die Organisation des Ablaufs der verschiedenen Triebe. Hier ist es wichtig, dass der Schütze weiß, wann man sich wieder am Sammelpunkt trifft.

Die Jagd und die Straßenverkehrsordnung

Zuverlässigkeit und Standorttreue

Auch das das Wildbret, bei größeren Strecken, zwischen den Trieben bereits verarbeitet oder abgeholt wird, gehört sicherlich schon zum „Guten Ton“, genauso, dass erst nach dem Abblasen man sich dem Thema „Alkohol“ nähern darf. Aber auch hier gilt die Straßenverkehrsordnung! Schnell kann man die „Zuverlässligkeit“, auch im Sinne des Waffengesetzes verlieren, nicht nur den Führerschein. Das Mitführen und die Überprüfung der gültigen Jagdkarte sollte auch schon eine Selbstverständlichkeit sein, genauso, wie man das richtige Verhalten gegenüber Jagdgegnern wissen sollte. Wichtig ist bei Diskussionen, dass man mindestens eine zweite Person an seiner Seite zu haben (Zeuge), die Waffe entladen hat und man versucht, sachlich zu argumentieren. Vielleicht hilft auch in diesem Zusammenhang die Einstellung, dass man nicht immer überzeugen kann. Ist man z.B. bei einem Riegler auf Schalenwild zu seinem Stand hingeführt worden, ist es wichtig, dass man mit seinem Nachbarn Sichtkontakt aufnimmt. Keinesfalls darf man den Stand verlassen oder gar wechseln, da man sonst Gefahr läuft nicht mehr gesehen zu werden. Speziell, wenn man zum Schuss gekommen ist, bleibt man auf der zugewiesenen Stelle.

Respekt vor dem Mitgeschöpf

Der Hut, die Kappe und der Bruch

Nach dem Abblasen ist das Wild zu bergen bzw. sich genau zu merken, wo die Stücke entnommen wurden, da sonst sich die Bergung als sehr herausfordernd entwickelt. Es hält einen auch nicht auf, dem erlegten Mitgeschöpf die letzte Ehre zu erweisen und den letzten Bissen zu geben. Apropos Abblasen: Bei der Streckenlegung sind natürlich die Waffen entladen, die Magazine herausgenommen und der Verschluss geöffnet. Hut oder Kappe sind bestens geeignet, dass man auch dem Wild durch das Anbringen des Beutebruchs gedenkt und seine Referenz erweist. Wichtig ist, dass auch ungeladene Waffen nicht unendlich lange oder gar über Nacht im Auto aufbewahrt werden dürfen. Dies sind nur ein paar Tipps und Hinweise. Einer, der vielleicht Wertvollste ist derjenige, dass man nur dann einen Schuss abgeben sollte, wenn man nicht nur ausreichenden Kugelfang hat, sondern auch sicher ist, dass der Schuss seine Wirkung tut, nicht nur einfach probieren! Das Wild dankt es uns und es ist ein Zeichen des Respekts und der Verantwortung, die wir Jägerinnen und Jäger haben! Waidmannsheil, Ihr Gerhard Amler
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